WM ohne Homophobie?

Anlässlich der gestarteten Fußball-WM beschäftigen wir uns dieses Mal mit Homophobie im Fußball.
In einschlägigen Medien wurde bereits heiß diskutiert, kurz nachdem Thomas Hitzlsperger sein Coming-Out hatte. Aber hat sich etwas bewegt in der Fußballlandschaft?
Der Deutsche Fußballbund ist dem Bündnis gegen Homophobie beigetreten, einige hochkäratige Spitzenkräfte haben sich positiv über Homosexualität geäußert und Fans initiierten Aktionen, um klar zu stellen, dass auch im Fußball Platz für nicht der Hetero-Norm entsprechende Menschen ist. Sogar die Rechtsprechung hat eindeutige Signale gesetzt, mit der Bestrafung von bayrischen Fans, die ein homophobes Banner entrollten.
Kann demnach ein Profifußballer in Deutschland ohne Bedenken seine bisherige Fassade aufgeben und gefahrlos dazu stehen, wen er liebt?
Einige Experten, wie zum Beispiel der langjährige Sportreporter Rolf Töpperwien, sehen diese Möglichkeit nicht (Quelle: http://www.fussball-fuer-vielfalt.de). Fußball ist nach wie vor ein Machosport und seine Helden haben Ehefrauen. Dabei gibt es ausreichend Beispiele, die belegen, dass ein „taffer Kerl“ einen anderen Kerl lieben kann, und dass der größte Macho auch eine zärtliche Seite besitzt.
Das Umdenken in unserer Gesellschaft befindet sich noch weit am Anfang. Der „Nationalsport“ Fußball liefert dafür einen Beleg. Erst wenn negative Atribute nicht mehr mit Homosexuellen in Verbindung gebracht werden, wird es eine WM ohne Homophobie geben.