Kölner*innen gehen…

Salafisten… Islamisierung des Abendlandes… Bewegungen mit eigenartigen Dreisilben-Namen gehen auf Menschenfang mit Schreckensszenarien, in denen „europäische“ Menschen von ihren eigenen Regierungen undurchschaubaren, nicht zum Abendland passenden Mächten ausgeliefert werden und sich nur noch helfen können, indem sie gegen die drohende Gefahr auf die Straße gehen und den Dialog mit der ignoranten Politik verweigern. Klingt zu schräg für Köln? Hoffen wir das Beste!

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„Islam“ ist hier nur eine Chiffre. Eine Chiffre für den alten Schlachtruf: „Ausländer raus!“ Und für noch mehr. Glaubt denn wirklich jemand, dass Neonazis, die bei Pegida und HoGeSa mitmachen, für die Rechte von Schwulen und Lesben oder Juden eintreten? Nein! Die dort zur Schau gestellte Menschenfeindlichkeit macht vor keiner Minderheit halt.

Worte von Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin und Religionslehrerin, auf der großen Arsch-huh-Veranstaltung am Sonntag, den 14.12.2014. 15.000 Menschen waren gekommen, um ihren Protest gegen die HoGeSa-„Demonstration“ im vergangenen Oktober und die Pegida-Kundgebungen in Dresden und anderen Städten kundzutun.

Tags darauf versammelten sich in Dresden ebenso viele Menschen auf einer weiteren Pegida-Kundgebung. Und nun soll es auch einen Kölner Ableger dieser menschen- und dialogfeindlichen Gruppierung geben. Am 5. Januar will „Kögida“ in Köln-Deutz ans Licht der Öffentlichkeit.

Zwei Bündnisse rufen zu Gegenveranstaltungen auf. Die Grünen, Köln stellt sich quer, Arsch huh und andere Gruppen organisieren eine Gegendemo vor dem runden LVR-Hochhaus in Köln-Deutz (Auenweg / Hermann-Pünder-Str.). Die Anfangszeit steht noch nicht fest: 17.30 oder 18 Uhr.

Das neu gegründete „antifaschistische Aktionsbündnis“ Köln gegen rechts ruft dazu auf, sich um 17.30 Uhr am Deutzer Bahnhof zu treffen.

Die gesellschaftliche Auseinandersetzung um Demokratie, Teilhabe und ein gleichberechtigtes Miteinander wird nicht auf der Straße entschieden. Wir sollten, wo immer es geht, das Gespräch suchen. Aber wenn es gilt, Respekt einzufordern für uns und unsere Mitmenschen, können wir nicht schweigen.

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