Umfrage zu Diskriminierungen

Welche Formen von Diskriminierung erleben in Deutschland lebende Menschen und wie gehen sie damit um? Das möchte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes herausfinden und hat daher eine Umfrage gestartet, wie wir kürzlich angekündigt haben.

Bis zum 30. November kann man sich beteiligen. Das Ausfüllen dauert etwa zwanzig bis dreißig Minuten. Man kann Auskunft geben über Diskriminierungserfahrungen in den letzten 24 Monaten – selbst erlebte oder beobachtete. Zum Ausfüllen kann man zwischen mehreren Sprachen wählen (Deutsch, Deutsche – einfache Sprache, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Spanisch, Türkisch) oder sich in Gebärdensprache helfen lassen. Ich nehme an, damit ist deutsche Gebärdensprache gemeint. Die Sprachauswahl hat mich etwas erstaunt; es wäre doch bestimmt auch interessant zu erfahren, wie Menschen, die besser Arabisch oder Romanes als Deutsch sprechen, mit Benachteiligung umgehen. Ich habe eine entsprechende Mail geschrieben und bin auf die Antwort gespannt.

So oder so: Macht mit und weist auch andere auf diese Umfrage hin!

Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen

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Ein Gedanke zu „Umfrage zu Diskriminierungen

  1. Ich hatte ja nachgefragt, warum der Fragebogen nicht in weiteren Sprachen zur Verfügung steht, z.B. Arabisch und Romanes. Hier die Antwort:

    Leider hatten wir für die Übersetzung des Fragebogens in andere Sprachen nur ein sehr begrenztes Budget und mussten uns daher auf ausgewählte Sprachen beschränken.

    Dabei haben wir die Sprachen gewählt, die in Deutschland am häufigsten gesprochen werden bzw. Sprachen wie Englisch und Französisch, Türkisch, die auch viele Menschen mit Migrationsgeschichte sprechen.

    Es ist richtig, dass viele Menschen auch Arabisch sprechen. Wir haben im Vorfeld mit verschiedenen Organisationen gesprochen, die arabisch sprechende Communitys vertreten. Diese haben uns bestätigt, dass auch Französisch hilfreich sein kann bzw. viele Menschen mit arabischen Sprachkenntnissen in Deutschland auch gut Deutsch sprechen. Dies trifft sicher nicht auf die syrischen Flüchtlinge zu, hier arbeiten wir aber mit Multiplikatoren zusammen, die speziell mit Flüchtlingen arbeiten.

    Was das Romanes betrifft, ist dies aktuell eine wichtige Sprache, trotzdem ist die Gruppe der Roma zahlenmäßig im Vergleich zu andere Gruppen in Deutschland gering vertreten. Um Roma zu erreichen, haben wir einen speziellen Multiplikator beauftragt, der Roma direkt ansprechen und auch als Sprachmittler fungieren wird. Darüber hinaus sind wir gut mit verschiedenen Roma-Organisationen vernetzt, welche die Umfrage unterstützen wollen.

    Als Alternative zum deutschen Fragebogen gibt es auch den Fragebogen in Einfacher Sprache, der den Zugang zur Umfrage erleichtern kann.

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