Karneval :)

Feiert schön (oder lasst es bleiben) und passt auf euch auf!
Die Notrufnummern 110 (Polizei) und 112 (Feuerwehr/Rettung) sollte man immer im Kopf haben.
Zusätzlich kann man sich die App sicher-feiern.nrw.de herunterladen, da gehts dann sogar mit einem Klick.
Diese App enthält außerdem Informationen speziell für Frauen und LGBTIQ. Die SÜTs Köln und Düsseldorf sind nicht aufgeführt, aber die Nummer (0221) 19228 kennt ihr ja.

Auch die Informationsseite der Stadt Köln sicher-feiern-im-strassenkarneval ist empfehlenswert.
Die dort herunterladbare Notrufkarte Deutsch-Englisch (PDF) enthält einige grundlegende Tipps:

Sicherheit im Karneval
Polizei Köln und Stadt Köln raten:

  • Seien Sie wachsam!
  • Taschendiebe, Trickdiebe und sexuell motivierte Täter nutzen Ihre Feierlaune.
  • Vorsicht bei Körperkontakt!
  • Trauen Sie Ihren eigenen Gefühlen, schon wenn Sie eine Gefahrensituation wahrnehmen.
  • Im Notfall 110 anrufen
  • Bei sexuellen Übergriffen:
    Weglaufen – Schreien – Abwehren
  • Zeigen Sie jede Straftat bei der Polizei an!

http://www.koeln.polizei.nrw.de

Security during Carnival

Police and Municipality of Cologne advise:

  • Be alert!
  • Pickpockets, hugger-muggers and sexual offenders take advantage of your party mood.
  • Beware of physical contact!
  • Trust in your gut as soon as you realize a dangerous situation.
  • Emergency call 110
  • In case of sexual assault:
    Break away – Scream – Repel
  • File a criminal complaint at the police.

http://www.koeln.polizei.nrw.de

http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf32/sicherheitshinweise_polizei_stadt_karte_de-en.pdf

Am Rosenmontag ist das SÜT nicht besetzt. Wie immer könnt ihr uns gerne Mails schicken.

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Wie schützt man sich gegen Gewalt im öffentlichen Raum?

Henriette Reker, die Oberbürgermeisterin von Köln, wurde auf der Pressekonferenz nach den Silvester-Vorkommnissen am Kölner Hauptbahnhof von einer Journalistin gefragt, was Frauen denn tun könnten, um sich in vergleichbaren Situationen zu schützen. Sie zitierte ein paar Tipps, die auf den Seiten der Stadt Köln zur Verfügung gestellt werden sollen, und anschließend vom Noch-Polizeipräsidenten Albers bestätigt und ergänzt wurden.

Im Karneval eine Armlänge Abstand halten – das könnte schwierig werden und ist meist ja auch gar nicht Zweck der Veranstaltung. Auch in der Situation am Hauptbahnhof war dieser Tipp wortwörtlich genommen wohl nicht umsetzbar.

Ohne „Längenangabe“ ist er mir jedoch durchaus aus Empfehlungen von Polizei und Präventionsprojekten bekannt. Ebenso die Empfehlung, in Gruppen zusammen zu bleiben und aufeinander zu achten.

Ich möchte nicht den Eindruck erwecken zu wissen, wie man in einer großen Menschenmenge, in der fortlaufend Straftaten begangen werden, sich und andere am besten schützt. Da gibt es wohl auch keine allgemeingültigen konkreten Verhaltensempfehlungen. Es kommt in einer solchen wie auch in anderen gefährlichen Situationen sehr auf die Intuition an: Was nehme ich wahr, was spüre ich (z.B. Fluchtimpuls ernst nehmen), wo ist Hilfe, wer kann mir zur Seite stehen, wie komme ich hier raus etc.

Einige allgemeine Ratschläge sind jedoch durchaus angebracht. Sie sind als Vorschläge, nicht „Verhaltensregeln“ zu verstehen. Letztendlich kommt es sowieso immer auf die jeweilige Situation an. Hier beispielhaft eine Handreichung der Berliner Polizei:

Zusammengefasst:

  • Vertrauen Sie Ihrem Gefühl
  • Weichen Sie der Gefahr frühzeitig aus
  • Tun Sie etwas Unerwartetes
  • Setzen Sie Grenzen
  • Wecken Sie Aufmerksamkeit
  • Entziehen Sie sich der Situation und dem Täter
  • Helfen Sie, ohne sich selbst oder andere zu gefährden.
  • Greifen Sie den Täter nicht körperlich oder verbal an.
  • Halten Sie Abstand.

Nützliche Adressen

Neben dem SÜT gibt es viele weitere Beratungsangebote und Projekte für ein Leben ohne Gewalt und Diskriminierung.

Wichtige Anlaufstellen in Köln:

Aidshilfe Köln
Schwerpunkt sexuell übertragbare Infektionen
www.aidshilfe-koeln.de
Tel.: 0221 – 20 20 30
Email: info[at]aidshilfe-koeln.de

Antidiskriminierungsbüro Köln
Schwerpunkt Mehrfachdiskriminierung
www.oegg.de
Tel.: 0221 – 96 47 63 00
Email: info[at]oegg.de

anyway
Jugendzentrum für Lesben, Schwule, Trans* und Freund*innen in Köln
www.anyway-koeln.de
Schwul-lesbisches Jugendzentrum in Köln
Tel.: 0221 – 57 777-60
Email: info[at]anyway-koeln.de

baraka
Treffpunkt für LGBTIQ aus aller Welt (Freitag Abend im Rubicon)
www.baraka-online.info
Email: info[at]baraka-online.info

LSVD Köln
Kölner Ortsverband des Lesben- und Schwulenverband in Deutschland
www.koeln.lsvd.de
Email: koeln[at]lsvd.de

Notruf und Beratung für Frauen
Schwerpunkt Sexualisierte Gewalt gegen Frauen
www.notruf-koeln.de
Tel.: 0221 – 56 20 35
Email: mailbox[at]notruf-koeln.de

RUBICON
Beratungszentrum für LGBTIQ (Lesben, Schwule, Bi, Trans*, Inter*, Queer)
www.rubicon-koeln.de
Tel.: 0221 – 27 66 999-0
Email: info[at]rubicon-koeln.de

TX Köln
Selbsthilfegruppe für Trans*
www.txkoeln.de
Email: hallo2015[at]txkoeln.de

auf Landesebene (Nordrhein-Westfalen):

Frauenberatungsstelle Düsseldorf
Vielfältiges Beratungsangebot für Frauen, spezielles Angebot für Lesben
www.frauenberatungsstelle.de
Tel.: 0211 – 68 68 54
Email: info[at]frauenberatungsstelle.de

Landeskoordination der Antigewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW
www.vielfalt-statt-gewalt.de
Tel.: 0221 – 27 66 999-55
Email: aleksej.urev[at]rubicon-koeln.de

schLAu NRW
Netzwerk der schwul-lesbisch-bi-trans* Aufklärungsprojekte in NRW
www.schlau-nrw.de
Tel.: 0221 – 257 28 49
Email: info[at]schlau-nrw.de

Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie
Antidiskriminierungsprojekt für Schulen
www.schule-der-vielfalt.de
Email: kontakt[at]schule-der-vielfalt.de

bundesweit:

Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Beratung und Informationen zum Allgemeinen Gleichstellungsgesetz („Antidiskriminierungsgesetz“)
www.antidiskriminierungsstelle.de
Tel.: 030 – 18 555-1855
Email: poststelle[at]adsbund.de

LSVD (Lesben- und Schwulenverband in Deutschland)
Interessenvertretung für LGBTIQ (Lesben, Schwule, Bi, Trans*, Inter*, Queer)
www.lsvd.de
Tel.: 0221 – 925961-0
Email: lsvd[at]lsvd.de

Weißer Ring
Interessenvertretung von Kriminalitätsopfern
www.weisser-ring.de
Tel.: 06131 – 83 03-0
Email: info[at]weisser-ring.de

Häusliche Gewalt

Eine Studentin der Polizeihochschule in Kassel schreibt eine Bachelor-Arbeit zum Thema Häusliche Gewalt in gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Sie hat dazu einen Fragebogen entwickelt, der noch bis zum 16.8. ausgefüllt werden kann. Diesen Link gerne weitergeben!

https://www.soscisurvey.de/HomosexuelleHaeuslGewalt/

Wenn ihr Hilfe braucht, weil es in eurer Beziehung (oder nach dem Ende der Beziehung) zu Gewalt kam, zögert nicht, euch Hilfe zu holen! Das gilt nicht nur, wenn ihr Opfer geworden seid, sondern auch, wenn ihr selbst Gewalt ausgeübt habt. Außer dem SÜT ist das Rubicon sehr empfehlenswert. Telefonische Beratungszeiten sind montags bis donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr, die Nummer ist 0221-19446. Ihr könnt euch über eine verschlüsselte Verbindung auch erst mal online beraten lassen.

Wie ihr Kontakt mit dem SÜT aufnehmt, steht auf der Seite Kontakt.

„Ich lass mich nicht beleidigen“. Ein paar Tipps

Im letzten Jahr haben uns mehrere Leute Ereignisse geschildert, die etwa nach diesem Muster abliefen:

Die Person (O) ist in der Öffentlichkeit unterwegs und wird von jemandem (T) als Lesbe / Schwuler beschimpft. O ärgert sich, möchte diese Aggression nicht einfach hinnehmen und ruft T etwas Empörtes zu. T äußert eine weitere Beleidigung. O versucht es jetzt vielleicht mit Sarkasmus oder einem Denkanstoß, der aber nicht als solcher ankommt, sondern von T als von O ausgehende Aggression gewertet wird. T stößt O. O stößt zurück. Es entwickelt sich ein Handgemenge. Irgendwann erscheint die Polizei. T behauptet, von O angegriffen worden zu sein und erstattet Anzeige. Ein Passant, der stehengeblieben war und die letzten Minuten der Auseinandersetzung mitbekommen hat, pflichtet sofort bei. Die Polizeibeamten sind unfreundlich O gegenüber. O fragt sich bestürzt, in welchen Film er*sie da geraten ist. Es dauert eine Weile, bis Kratzer und blaue Flecken abgeheilt sind; die seelische Verwundung, das Trauma von Angegriffenwerden und Schutzlosigkeit, macht sich aber noch viele Monate später bemerkbar.

So etwas möchte niemand erleben. Wie kann man sich also verhalten, wenn man in eine ähnliche Situation gerät?

Das Wichtigste ist, Ruhe zu bewahren. Man hört die Beleidigung, aber sie trifft eine*n nicht.
Aus dieser Ruhe heraus fällt es leicht, Abstand zu wahren. Auf keinen Fall sollte man unbekannte Täter*innen duzen. Sonst denken Umstehende womöglich, es handele sich um einen privaten Streit. Ebensowenig sollte man die angreifende Person provozieren oder gar anfassen.
Es kann viel bringen, etwas Unerwartetes zu tun. Z.B. fragen „Was ist denn los?“ oder „Brauchen Sie Hilfe?“ Wenn die Situation bedrohlicher ist, kann man durch Rufen oder Singen auf sich aufmerksam machen bzw. Angreifende in die Flucht schlagen.
Oft sind andere Menschen in der Nähe. Man kann sie gezielt ansprechen und um Hilfe oder einen Anruf bei der Polizei bitten.

Noch ein paar Bemerkungen: Wenn Angreifende unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen, sollte man sich auf nichts einlassen, sondern einfach gehen, vielleicht nach einem freundlichen Abschiedsgruß.

Zufällige Beobachter*innen legen oft unbewusste Schablonen an. Wenn sie einen Mann und eine Frau miteinander kämpfen sehen, nehmen sie an, dass der Mann die Frau geschlagen hat und diese sich wehrt. So könnten sie es dann auch der Polizei schildern, ohne daran zu denken, dass sie den Anfang der Auseinandersetzung gar nicht mitbekommen haben (als vielleicht etwas ganz anderes passiert ist).

Um den nötigen Abstand zur Situation zu bekommen, kann man die Phantasie zu Hilfe nehmen, sich z.B. die angreifende Person in einem Schweinchen-Kostüm vorstellen oder die Beleidigung als ekligen Schwamm visualisieren, den man zugeworfen bekommt, aber nicht auffangen wird.

Und egal, was schon passiert ist: jederzeit gibt es Möglichkeiten, aus der Eskalations-Spirale auszusteigen – und es lohnt sich immer.

Quellen:
http://www.reden-statt-gewalt.de/
http://www.friedenspaedagogik.de/themen/handeln_in_gewalt_und_gefahrensituationen/
http://www.neu.bbswhs.de/pdfs/konfliktmanagement/Leitfaden_Deeskalation.pdf

Finger weg von homo.net!

Diese Meldung erreichte uns gestern:

Im Chat von homo.net, einem Unternehmen, das in Belize niedergelassen ist, um rechtliche Folgen fernzuhalten, aber offensichtlich von einer Gruppe aus Köln geleitet wird, kommt es immer wieder zu Übergriffen gegen Chatnutzer, die von den Eigentümern/Admins von homo.net ausgehen. So werden Namen und Adressen von anonymen Nutzern dort veröffentlicht, versehen mit übelsten herabwürdigenden Kommentaren, es werden über gefälschte Kontaktanbahnungen in Anzeigen Adressen und Fotos abgefragt und diese dann gegen die Betroffenen erpresserisch eingesetzt und weiterverbreitet.

Darüber hinaus verwendet der Homo.net-Chat fragwürdigste javascript-Anwendungen, die bei einigen Nutzern zu vollendeten oder versuchten Hacks der persönlichen PC’s führten.

Sexting

Ein neues Wort, ein bekanntes Spiel.

„Sexting“ bezeichnet das Verschicken von erotischen Fotografien. Hat man von sich selbst Nacktbilder gemacht und sendet diese jemandem zu, wird Sexting betrieben.
Dies wird nicht nur aus dem Drang zur Selbstdarstellung gemacht, sondern hat ganz unterschiedliche Gründe.

Zum einen kann es als Ausdruck des eigenen Körperempfindens gelten. Nicht selten sollen die Erfolge des anstrengenden Trainings dadurch anerkannt werden. Aber auch in Liebesbeziehungen wird Sexting praktiziert. Hierbei jedoch eher, um Vertrauen zu zeigen und Nähe herzustellen. Besonders bei Beziehungen, die über örtliche Distanz hinweg geführt werden, kann dadurch das Gefühl von Nähe erzeugt werden.
Bahnt sich eine amouröse Bekanntschaft an, werden nicht selten erotische Selfies zum Flirten eingesetzt. Über diese Bilder findet Annäherung statt und signalisiert die Bereitschaft.

Negative Auswirkung kann das Sexting erhalten, wenn die Bilder ungewollt weitergegeben werden. Dies könnte passieren, wenn eine Beziehung in die Brüche geht oder der Empfänger eine böse Absicht hegt. Daher ist es ratsam, niemals Nacktbilder auf Drängen heraus zu geben. Auch nicht in Partnerschaften. Wird man zum Erstellen und Versenden von solchen Fotos gezwungen, handelt es sich eindeutig um Nötigung.

Problematisch wird es ebenfalls, wenn Sexting aufgrund von einer gefühlten Verpflichtung gemacht wird. Die Medien, allen voran die Werbeindustrie, zeigen uns tagtäglich aufreizende Posen und kaum bekleidete Körper. Entsteht dabei für einen selbst der Druck zum Sexting, kann dies schwerwiegende Folgen auf das eigne Körperempfinden haben.

Ist es tatsächlich zu Problemen aufgrund von Sexting gekommen, steht man trotzdem nicht alleine da.

Erstens lassen sich alle Fotos wieder löschen. Dazu muss der Betreiber des entsprechenden Portals angeschrieben werden. Die Adresse steht im Impressum der jeweiligen Seite.
Außerdem wird mit der unerlaubten Weitergabe der Bilder das Gesetz gebrochen; konkret: das Recht am eigenen Bild. Dieser Verstoß wird mit Geld- oder Freiheitstrafen geahndet. Verständlicherweise kann das Erstatten einer Anzeige peinlich werden. Wir geben dir Rat und Unterstützung, denn Sexting ist keine Ausnahme.

Hier findest du einen Film, der das Thema noch einmal erklärt:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=xDU_T2M2pzo

Cybermobbing

Auch auf homosexuellen Datingportalen und Chatforen kommt es zu Cybermobbing. Es handelt sich dabei um eine absichtliche psychische Gewalttat, die über einen längeren Zeitraum praktiziert wird. Im Klartext: beleidigende Nachrichten und Gästebucheinträge, die sich häufen, sind Cybermobbing.

Die Gründe sind dabei meistens sehr banal. Genau wie beim „klassischen“ Mobbing können dies u.a. der Kleidungsstil, oder Verhaltensweisen sein. Die Zugehörigkeit zu einer „Szene“ oder „Community“ bieten dafür leider keinen Schutz. Die Annahme „wir sitzen doch im selben Boot“ zieht offenbar nicht.

Deswegen sollte man sich generell vorsichtig im Internet bewegen. Konkret rät die Polizei, wenige persönliche Daten preiszugeben und auch mit Bildern sparsam umzugehen. Das Internet vergisst eben nichts.

Wird man Opfer einer Cybermobbing-Attacke, kann man sich auf mehrere Weisen helfen:
Zunächst sollte man Stärke demonstrieren. Das bedeutet nicht, dass man sich in ein Streitgefecht begibt, sondern vielmehr, dass man klare Ansagen macht; z.B.: kommt es zu einer weiteren Beleidigung, wird der Betreiber der Plattform eingeschaltet.
Darüber hinaus bieten so gut wie alle Portale die Möglichkeit an, bestimmte User zu blockieren und sie zu melden. Dieses sollte im Fall der Fälle immer genutzt werden.

Zudem ist es sinnvoll, die Einträge oder Nachrichten zu speichern. Dadurch hat man etwas in der Hand und kann es ggf. als Beweis einsetzen.

Und nicht als Letztes ist es ratsam, mit Freunden über den Angriff zu sprechen. Diese können dir beistehen und helfen, das schlimme Gefühl zu vertreiben.
Außerdem kannst du dich jederzeit vertrauensvoll an uns wenden.

Weitere Infos findest du hier:

www.klicksafe.de
www.saferinternet.at
www.bündnis-gegen-cybermobbing.de
www.cybermobbing-hilfe.de

Voll K.O.

Gestern erfuhren wir von einem sehr beunruhigenden Vorfall. Ein paar Freunde feierten am Freitag Abend in einer gut bekannten Szenekneipe. Als sie aufbrauchen, merkte einer von ihnen, dass er „ungewöhnlich“ stark betrunken war. Er verlor komplett die Kontrolle und wirkte wie in Trance. Seine Freunde brachten ihn vorsichtshalber ins Krankenhaus. Sicher ist sicher.
Tatsächlich konnte festgestellt werden, dass ihm K.O.-Tropfen untergeschoben worden waren.
Es war sein Glück, dass er nicht alleine unterwegs war und seine Freunde ein wachsames Auge auf ihn hatten. Die Nachwirkungen spürte er im Übrigen noch bis gestern.
Roofies und ähnliches sind also wieder in der Szene unterwegs. Eine informative Website klärt auf und gibt Tipps, um sich zu schützen: http://www.ko-tropfen-nein-danke.de/wirkung.0.html

Ich will’s wissen

Neben dem SÜT gibt es in Köln vielfältige weitere Beratungsangebote. Zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen könnt ihr euch vertrauensvoll an diese wenden. Sie sind teils in der LGBTI-Community „beheimatet“ und helfen mit professionellem Rat und manchmal auch eigenen Erfahrungen.
Hier ein paar Adressen und Telefonnummern (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Antidiskriminierungsbüro Köln
Schwerpunkt Mehrfachdiskriminierung
oegg.de
Tel.: 0221 – 96 47 63 00
Email: info[at]oegg.de

Aidshilfe Köln
Schwerpunkt sexuell übertragbare Infektionen
aidshilfe-koeln.de
Tel.: 0221 – 19 411
Email: Beratung[at]Aidshilfe-Koeln.de

Notruf und Beratung für Frauen
Schwerpunkt sexualisierte Gewalt gegen Frauen
notruf-koeln.de
Tel.: 0221 – 56 20 35
Email: mailbox[at]notruf-koeln.de

RUBICON
Beratungszentrum für LGBTIQ
rubicon-koeln.de
Tel.: 0221 – 19 446

Weitere Adressen findet ihr in dieser Auflistung.