September 1992: Aus Mai wird Oktober

In einer Pressemitteilung vom 18. September 1992 wird das SÜT erneut angekündigt sowie ein Antidiskriminierungsgesetz gefordert:

Ab 1. Oktober wird der Nordrhein-westfälische Schwulenverband (SVD-NRW) mit der Einrichtung eines Überfalltelefons (unter der Rufnummer 0221 – 19228) seine Aktivitäten zur Bekämpfung antischwuler Gewalt verstärken.
(…)
Nach neuesten soziologischen Untersuchungen über Einstellungen zur Homosexualität in der Bevölkerung befürworten über ein Drittel der Befragten repressive staatliche Maßnahme gegen Homosexuelle. 15 % bekennen sich als Schwulenhasser, die ein strafrechtliches Verbot der Homosexualität und sogar die Kastration der Schwulen fordern. Das ist der Nährboden, auf dem die Gewalt wächst.

Angesichts allgemein zunehmender Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft müssen Staat und Polititk schwulenfeindliche Einstellungen aktiv bekämpfen. Der Schwulenverband in Deutschland (SVD) fordert die Einführung von Antidiskriminierungsgesetze für Schwule und Lesben im Bund und auf Landesebene, wie diese bereits in einigen europäischen Nachbarländern existieren.

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