Hilfe für LGBTIQ-Flüchtlinge in Köln und anderswo

Wer sich für die neu gegründete Initiative interessiert, die LGBTIQ-Flüchtlingen in Köln und Umgebung das Leben leichter machen will, kann sich hier informieren:

Facebook-Seite https://www.facebook.com/LGBTIQ-Refugees-Cologne-1654888444787574

Wiki https://www.lgbtiq-refugees.de/

Das nächste Treffen ist am Donnerstag, den 18. Februar, um 19 Uhr im Offenen Treff der Alten Feuerwache (Melchiorstr. 3, Nähe Ebertplatz).

Der LSVD veröffentlicht auf www.queer-refugees.de in mehreren Sprachen Informationen, Adressen, Hilfestellungen für geflüchtete Lesben, Schwule, Bi, Trans*. Sehr nützlich auch für Haupt- und Ehrenamtliche, die nicht so drin sind im Thema. Also gerne weitergeben an alle, die mit Flüchtlingen zu tun haben!

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Mitmachen?

Hast du schon mal überlegt, bei einem Antigewalt-Projekt mitzumachen?

Das SÜT Köln berät, dokumentiert, tritt öffentlich gegen homo-/transphobe Gewalt und für vielfältige Lebensweisen auf, lernt immer wieder dazu, vernetzt sich mit spannenden Leuten und Projekten…

Irgendwo in diesem Tätigkeitsspektrum wartet vielleicht eine tolle Aufgabe auf dich.
Wenn du dir das vorstellen kannst, nimm einfach Kontakt zu uns auf.

Vielleicht sprichst du neben Deutsch eine oder mehrere weitere Sprachen fließend?

Das ist natürlich keine Bedingung. In der Beratungsarbeit ist es auf jeden Fall von Vorteil. Insbesondere Türkisch ist sehr gefragt.

Es gibt jedoch auch viele andere Möglichkeiten, bei uns aktiv zu werden, schau mal auf Mitmachen beim SÜT.

Wir freuen uns auf dich!

ColognePride 2015

Ich habe gerade in das Programmheft des ColognePride geschaut: jede Menge interessante Veranstaltungen! Hier ein paar Empfehlungen:

Am Sonntag, den 21. Juni, läuft im Kino 813 in der Brücke (Hahnenstr. 6) ein Dokumentarfilm über Eltern von homo- und transsexuellen Türk*innen. Sie haben sich in einer Gruppe zusammen gefunden und gehen u.a. für die Rechte ihrer Kinder demonstrieren. Der Film heißt Benim Çocuğum (Mein Kind) und beginnt um 19.30 Uhr.

Am Freitag, den 26. Juni, erzählt Gianni Jovanovic im Rubicon aus seinem Leben. Als Teenager war er verheiratet worden, mit Anfang 20 merkte er, dass er schwul ist… Die Veranstaltung findet ihm Rahmen von baraka statt, der internationalen LGBTI-Gruppe im Rubicon, der Eintritt ist für alle offen (19.30 Uhr, Rubensstr. 8).

We are family? So heißt ein Workshop im Rubicon am Dienstag, den 30. Juni, ab 19 Uhr. Es geht darum, dass LGBTI-Personen nicht nur lesbisch / schwul / trans sind, sondern verschiedenen Communitys angehören und sich nicht alle in derselben Art von Szene wohlfühlen. Für diesen Workshop ist eine Anmeldung erforderlich: bis zum 26.6. bei aleksej.urev@rubicon-koeln.de. 

Was tun bei Diskriminierung? Erfahrungen und Tipps der Gleichstellungsagentur im Rubicon am 1. Juli um 19.30 Uhr (Rubensstr. 8).

Um Pädagogik der Viielfalt (Stichwort: Bildungspläne) geht es bei einer Podiumsdiskussion am 2. Juli im Hauptgebäude der Uni Köln, Alberus-Magnus-Platz 1. Unter anderen nimmt die nordrheinwestfälische Bildungsministerin Sylvia Löhrmann teil. Beginn 19.30 Uhr. 

Für alle Frauen: Am Samstag, den 4. Juli, findet der erste Kölner Dyke March statt. Los gehts um 18 Uhr am Roncalliplatz.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Spenden sind immer gern gesehen ;-)

Die Hefte liegen an vielen Orten in der Stadt aus. Unter www.colognepride.de/veranstaltungen kann man sich auch online informieren.

Jede Menge Luftballons

IDAHOT 2015, 14 Uhr Roncalliplatz
… steigen am Sonntag um 14 Uhr auf dem Kölner Roncalliplatz in den Himmel. Das Ganze hat schon Tradition, und nicht nur in Köln: Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsbehörde Homosexualität aus der Liste der psychischen Krankheiten. Seitdem gilt man nicht mehr als behandlungsbedürftig, weil man Menschen des gleichen Geschlechts liebt. Seit 2005 wird dieser bedeutende Schritt in eine Welt ohne Trans- und Homophobie in vielen Ländern der Welt gefeiert. Gleichzeitig wird natürlich immer daran erinnert, dass der Weg noch weit ist. Aber die Luftballons sind einfach leicht und bunt und es ist ein bewegendes Gefühl, sie loszulassen und empor steigen zu sehen.

In Deutschland galt der 17. Mai schon früher als „Tag der Schwulen“, allerdings nicht im Sinne eines zu feiernden Ereignisses, sondern eher als Anspielung mit oft hämischem Augenzwinkern. Die Ziffern 1, 7 und 5, aus denen das Datum sich zusammensetzt, erinnern an den Paragrafen 175, nach dem viele Jahre lang in Deutschland Männer verfolgt wurden, die Liebesbeziehungen oder einfach Sex mit anderen Männern hatten. Dieser Paragraf wurde in der DDR 1988 abgeschafft. In der BRD bestand er in abgeschwächter Form noch bis 1994. Bei der Wiedervereinigung also ein deutlicher rechtlicher Rückschritt für die in Ostdeutschland lebenden Schwulen. Das führte zur Gründung des SVD, aus dem später der LSVD wurde.

Und was hat das alles mit Trans* zu tun? Transgender, Transvestiten, Transsexuelle aller Geschlechter sind immer Teil der lesbisch-schwulen Szene gewesen. Sie standen oft an vorderster Front, wenn es um die Erringung von Bürgerrechten ging. Meist führen sie zumindest zeitweise homosexuelle oder als homosexuell wahrgenommene Beziehungen. Im LSVD sind sie aktiv, auch wenn der Name (Lesben- und Schwulenverband in Deutschland) es nicht nahelegt. Die Berliner Beratungsstelle LesMigras macht zum IDAHOT in diesem Jahr auf die Lebensrealitäten von Trans*-Menschen aufmerksam, die aus anderen Ländern nach Deutschland gekommen sind und sich neben Trans*-Feindlichkeit auch mit weiteren Diskriminierungsformen wie Rassismus und Antisemitismus herumschlagen müssen (Presseerklärung im PDF-Format)

Am Sonntag um 14 Uhr ist es so weit: Bunte Ballons fliegen hoch als Sinnbild für eine Welt, die Vielfalt schätzt und nicht fürchtet. Jede*r ist herzlich eingeladen, dabei zu sein.

Liebe ist (k)ein Verbrechen

Menschenrechte für LGBT (Lesben, Schwulen, Bi und Trans*) scheinen derzeit weltweit zur Debatte stehen. In Deutschland ist die Rechtslage eigentlich recht gut. Die große Koalition tut sich jedoch schwer, die noch vorhandenen Rechtslücken (insbesondere beim Adoptionsrecht) zu schließen. Die CDU kann sich dabei auf Widerstand aus der Bevölkerung berufen, wie er sich etwa bei der Petition gegen den baden-württembergischen Bildungsplan gezeigt hat. Als Gegenreaktion auf diese Petition, die eine gezielte Thematisierung von sexueller Vielfalt an den Schulen verhindern will, gab es eine Gegenpetion auf derselben Plattform (openpetition.de) sowie den Campact-Appell „Vielfalt gewinnt“, der immer noch gezeichnet werden kann.

In Ländern außerhalb der EU ist es noch viel weniger selbstverständlich, dass die Lebensentwürfe homosexueller und trans* Menschen so schützenswert sind wie die anderer Bürger*innen. Ein aktuelles Beispiel ist Russland.

Besonders schlecht geht es LGBT in vielen Ländern Afrikas. Dort wird manchmal regelrecht Jagd auf Menschen gemacht, die für homosexuell gehalten werden, und immer wieder werden Gesetze debattiert und beschlossen, die Homosexualität unter Strafe stellen.

Die Kameruner Rechtsanwältin Alice Nkom setzt sich seit vielen Jahren für eine verbesserte Rechtslage in ihrem Land ein und wird dafür in diesem Jahr von Amnesty International geehrt. Am 21. März kann man sie in Köln erleben, und zwar ab 19 Uhr im RUBICON, Rubensstr. 8-10

Es gibt in Köln übrigens einen Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Lage von Menschen aus Afrika, die einer benachteiligten Minderheit angehören, zu verbessern, HAMIAM (Helping A Minority In A Minority), und dabei vor allem Homosexuelle und Menschen mit Behinderungen im Blick hat.

„Dort bin ich schwul, hier bin ich Ausländer …“

Am Freitag findet im RUBICON eine spannende Veranstaltung zum Thema Mehrfachdiskriminierungen statt. Gäste sind Zülfukar Çetin, der sein Buch „Homophobie und Islamophobie“ vorstellt, und Saideh Saadat-Lendle von den LesMigraS (Berliner Lesben-Antigewalt-Projekt), die anschließend einen Workshop leitet.

Ort: Rubensstr. 8-10 (RUBICON)
Zeit: Freitag, 28. September, ab 18 Uhr