Hart erkämpft

Gerade wir Homos und Trans* der jüngeren Generation vergessen oft, dass unser größtenteils sorgloses Leben hart erkämpft ist. Homosexualität wurde in Deutschland bestraft – bis 1994. Der CSD entstand, weil Polizisten Transgender nicht beschützt, sondern verprügelt haben.
Wir können durchatmen, aber dürfen nicht vergessen, dass auch heute in Deutschland – in deiner Stadt – Homos und Trans* Gewalt erfahren. Deswegen gibt es das SÜT; weil homo- und transphobe Beleidigungen und Angriffe täglich stattfinden.
Wir helfen Betroffenen!
Außerdem sorgen wir dafür, dass mehr gegen Gewalt an LGBT unternommen wird. Dazu dokumentieren wir anonym jede Tat.
Also melde dich!

Berliner Staatsanwaltschaft gegen Hass

Meldungen über Gewalt an Lesben und Schwulen in Berlin erreichen uns immer wieder über die Medien. Besonders stark betreffen ist das Szene-Viertel Schöneberg. Das Thema wird in der Hauptstadt sehr ernst genommen. So werden Straftaten, die der Hasskriminalität gegen LGBTI zugeordnet werden können, jährlich im Polizei-Bericht extra ausgewiesen. Und seit kurzem gibt es neben den Ansprechpartner*innen für gleichgeschlechtliche Lebensweisen bei der Berliner Polizei nun auch eine Ansprechpartnerin bei der Staatsanwaltschaft.

Mehr Informationen bei Maneo, dem Berliner schwulen Anti-Gewalt-Projekt.

Da könnte man sich in Köln eine Scheibe abschneiden – eine Ansprechpartner*in für gleichgeschlechtliche Lebensweisen gibt es bislang nur bei der Polizei und nur auf Landesebene.

Wenn man die Polizei grade gar nicht braucht

Bei Polizeikontrollen auf Cruising-Plätzen besteht kein Grund zur Sorge, denn Cruising ist nicht verboten. Auch sind verdachtsunabhängige Personenkontrollen nicht zulässig. Hier einige Tipps:

  • Gehe selbstbewusst mit der Polizei um. Es gibt keinen Grund zur Flucht.
  • Du hast das Recht, Namen und Dienststelle der kontrollierenden Beamten zu erfragen und zu notieren.
  • Du hast das Recht, nach dem Grund und der Verhältnismäßigkeit der Personenkontrolle zu fragen.
  • Du hast das Recht zu erfahren, ob und wie die erfassten Daten gespeichert und wann sie gelöscht werden.
  • Sex im Freien ist nicht grundsätzlich verboten. Allerdings darf dadurch kein Unbeteiligter belästigt werden … was übrigens auch für Lärmbelästigung gilt.
  • Sex mit unter 14-Jährigen (bzw. unter 16-Jährigen) ist strafbar und kein Kavaliersdelikt.
  • Lass dir den Spaß nicht verderben!