Finger weg von homo.net!

Diese Meldung erreichte uns gestern:

Im Chat von homo.net, einem Unternehmen, das in Belize niedergelassen ist, um rechtliche Folgen fernzuhalten, aber offensichtlich von einer Gruppe aus Köln geleitet wird, kommt es immer wieder zu Übergriffen gegen Chatnutzer, die von den Eigentümern/Admins von homo.net ausgehen. So werden Namen und Adressen von anonymen Nutzern dort veröffentlicht, versehen mit übelsten herabwürdigenden Kommentaren, es werden über gefälschte Kontaktanbahnungen in Anzeigen Adressen und Fotos abgefragt und diese dann gegen die Betroffenen erpresserisch eingesetzt und weiterverbreitet.

Darüber hinaus verwendet der Homo.net-Chat fragwürdigste javascript-Anwendungen, die bei einigen Nutzern zu vollendeten oder versuchten Hacks der persönlichen PC’s führten.

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Sexting

Ein neues Wort, ein bekanntes Spiel.

„Sexting“ bezeichnet das Verschicken von erotischen Fotografien. Hat man von sich selbst Nacktbilder gemacht und sendet diese jemandem zu, wird Sexting betrieben.
Dies wird nicht nur aus dem Drang zur Selbstdarstellung gemacht, sondern hat ganz unterschiedliche Gründe.

Zum einen kann es als Ausdruck des eigenen Körperempfindens gelten. Nicht selten sollen die Erfolge des anstrengenden Trainings dadurch anerkannt werden. Aber auch in Liebesbeziehungen wird Sexting praktiziert. Hierbei jedoch eher, um Vertrauen zu zeigen und Nähe herzustellen. Besonders bei Beziehungen, die über örtliche Distanz hinweg geführt werden, kann dadurch das Gefühl von Nähe erzeugt werden.
Bahnt sich eine amouröse Bekanntschaft an, werden nicht selten erotische Selfies zum Flirten eingesetzt. Über diese Bilder findet Annäherung statt und signalisiert die Bereitschaft.

Negative Auswirkung kann das Sexting erhalten, wenn die Bilder ungewollt weitergegeben werden. Dies könnte passieren, wenn eine Beziehung in die Brüche geht oder der Empfänger eine böse Absicht hegt. Daher ist es ratsam, niemals Nacktbilder auf Drängen heraus zu geben. Auch nicht in Partnerschaften. Wird man zum Erstellen und Versenden von solchen Fotos gezwungen, handelt es sich eindeutig um Nötigung.

Problematisch wird es ebenfalls, wenn Sexting aufgrund von einer gefühlten Verpflichtung gemacht wird. Die Medien, allen voran die Werbeindustrie, zeigen uns tagtäglich aufreizende Posen und kaum bekleidete Körper. Entsteht dabei für einen selbst der Druck zum Sexting, kann dies schwerwiegende Folgen auf das eigne Körperempfinden haben.

Ist es tatsächlich zu Problemen aufgrund von Sexting gekommen, steht man trotzdem nicht alleine da.

Erstens lassen sich alle Fotos wieder löschen. Dazu muss der Betreiber des entsprechenden Portals angeschrieben werden. Die Adresse steht im Impressum der jeweiligen Seite.
Außerdem wird mit der unerlaubten Weitergabe der Bilder das Gesetz gebrochen; konkret: das Recht am eigenen Bild. Dieser Verstoß wird mit Geld- oder Freiheitstrafen geahndet. Verständlicherweise kann das Erstatten einer Anzeige peinlich werden. Wir geben dir Rat und Unterstützung, denn Sexting ist keine Ausnahme.

Hier findest du einen Film, der das Thema noch einmal erklärt:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=xDU_T2M2pzo

Cybermobbing

Auch auf homosexuellen Datingportalen und Chatforen kommt es zu Cybermobbing. Es handelt sich dabei um eine absichtliche psychische Gewalttat, die über einen längeren Zeitraum praktiziert wird. Im Klartext: beleidigende Nachrichten und Gästebucheinträge, die sich häufen, sind Cybermobbing.

Die Gründe sind dabei meistens sehr banal. Genau wie beim „klassischen“ Mobbing können dies u.a. der Kleidungsstil, oder Verhaltensweisen sein. Die Zugehörigkeit zu einer „Szene“ oder „Community“ bieten dafür leider keinen Schutz. Die Annahme „wir sitzen doch im selben Boot“ zieht offenbar nicht.

Deswegen sollte man sich generell vorsichtig im Internet bewegen. Konkret rät die Polizei, wenige persönliche Daten preiszugeben und auch mit Bildern sparsam umzugehen. Das Internet vergisst eben nichts.

Wird man Opfer einer Cybermobbing-Attacke, kann man sich auf mehrere Weisen helfen:
Zunächst sollte man Stärke demonstrieren. Das bedeutet nicht, dass man sich in ein Streitgefecht begibt, sondern vielmehr, dass man klare Ansagen macht; z.B.: kommt es zu einer weiteren Beleidigung, wird der Betreiber der Plattform eingeschaltet.
Darüber hinaus bieten so gut wie alle Portale die Möglichkeit an, bestimmte User zu blockieren und sie zu melden. Dieses sollte im Fall der Fälle immer genutzt werden.

Zudem ist es sinnvoll, die Einträge oder Nachrichten zu speichern. Dadurch hat man etwas in der Hand und kann es ggf. als Beweis einsetzen.

Und nicht als Letztes ist es ratsam, mit Freunden über den Angriff zu sprechen. Diese können dir beistehen und helfen, das schlimme Gefühl zu vertreiben.
Außerdem kannst du dich jederzeit vertrauensvoll an uns wenden.

Weitere Infos findest du hier:

www.klicksafe.de
www.saferinternet.at
www.bündnis-gegen-cybermobbing.de
www.cybermobbing-hilfe.de

Alltagssprache ist homophob

Vielen Homosexuellen fällt es überhaupt nicht auf, wie oft sie im Alltag verbal angegriffen werden. Und viele wenden diese Art der Diskriminierung selbst an, weil es „doch nicht so schlimm ist”.

Welche Wunden verbale Angriffe hinterlassen können, wird deutlich wenn Homo- oder Transsexuelle beschließen, ihr Leben freiwillig zu beenden. Nicht immer lassen sich körperliche Gewalttaten in ihrer Vorgeschichte finden; allerdings immer verbale.

Um das Alltägliche dieser Angriffe deutlich zu machen, hat die Universität von Alberta einen Spiegel der sozialen Netzwerke aufgebaut. Dieser Spiegel zählt, wie oft homophobe Wörter bei Twitter benutzt werden.

„Faggot“ (Schwuchtel), „so gay“, „Dyke“ (Fotzenleckerin) & „no homo“ sind die Stichworte. Der Spiegel startet jeden Tag neu bei Null. Aber für diejenigen, die es im Alltag erleben, summieren sich die Beleidigungen. Bis es nicht mehr zum Aushalten ist.

Im Endeffekt ist es für sich persönlich besser, die Attacken nicht an sich heran zu lassen und als Lappalie abzutun. Doch noch besser wäre es, wenn jeder erkennt, dass er / sie mit solchen Ausdrücken normale Menschen verletzt.

Habt ihr verbale Gewalt erlebt? Dann zögert nicht uns anzusprechen! Montags von 19-21 Uhr am Telefon, oder jederzeit per Email oder dem Kontaktformular.

Hier folgt der direkte Link: http://www.nohomophobes.com