Gewalt beim Jerusalemer CSD

Gestern fand der CSD in Jerusalem statt. Da ultraorthodoxe Gruppen sich vehement gegen diese Veranstaltung zur Wehr setzen, wurde die Route bewusst kurz gehalten und führte an keinem religiösen Zentrum vorbei. Mehrere hundert Polizist*innen und freiwillige Helfer*innen waren zum Schutz der Teilnehmenden im Einsatz. Dennoch gelang es einem 40-jährigen Ultraorthodoxen, sechs Parade-Teilnehmer*innen niederzustechen, zwei von ihnen wurden schwer verletzt. Der Mann war erst vor drei Wochen aus dem Gefängnis entlassen worden – 2005 hatte er schon einmal einen Jerusalemer CSD gewalttätig angegriffen und war zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Die Bestürzung in Israel und weltweit ist groß. Der LSVD schickt 1000 Euro Direkthilfe an die LGBTIQ-Organisation Jerusalem Open House, die den CSD ausrichtet.

Über diese Bankverbindung kann man spenden:

Kontoinhaber: Hoeck-Stiftung
IBAN: DE97 1705 2000 0940 0360 96
BIC-/SWIFT-Code: WELADED1GZE
Verwendungszweck: Soforthilfe Jerusalem

Für die Spendenbestätigung wird eine Adresse auf der Überweisung benötigt.

Nachtrag 3. August 2015: Eins der schwer verletzten Opfer, die 16-jährige Shira Banki, ist in der Zwischenzeit gestorben. Das andere befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Spenden für Verfolgte

Letzte Woche waren Falk und ich auf einer beeindruckenden Veranstaltung im Interkulturellen Zentrum von HAMIAM. Es ging um die Situation von Trans* und Homosexuellen in Afrika, die sich in letzter Zeit drastisch verschlechtert hat. Immer schärfere Gesetze werden erlassen; Zwangs-Outings in der Presse führen zu regelrechten Hetzjagden mit manchmal tödlichem Ausgang.

HAMIAM hat Kontakte nach Uganda und versucht gemeinsam mit anderen Bündnispartnern, Menschen dort beim Überleben zu helfen, indem sichere Wohnungen und Hotelzimmer angemietet werden. All das muss so unauffällig wie möglich geschehen, sonst wird aus einem Zufluchtsort schnell eine Falle. Wer sich an den entstehenden Kosten beteiligen will (pro Person etwa 27 Euro im Monat), kann an HAMIAM spenden:

Postbank – Spendenkonto:
HAMIAM, help a minority
Verwendungszweck: LIVE IN DIGNITY/REFUGEES
Kto-Nr.: 73408469
BLZ: 44010046
IBAN: DE67 4401 0046 0073 4084 69
BIC: PBNKDEFF

Spenden-Aktion für Gelsenkirchener Gewaltopfer

Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art soll dieses Jahr der 24-jährige Dennis Reske erhalten. Letztes Jahr wurde er zusammengeschlagen, weil er schwul ist, und ist seitdem zu 80 % schwerbehindert. Nach behindertengerechtem Ausbau seiner Wohnung möchten er und sein Partner gerne dort wohnen bleiben. Aber die zwei Stockwerke zwischen Haus- und Wohnungstür müssen erst einmal überwunden werden. Bislang ein ziemlicher Kraftakt, der Dennis immer mehr Probleme bereitet.

Deswegen kriegt er zu Weihnachten einen Treppenlift. Von allen, die sich mit einer Spende beteiligen.

Über 1.700 Euro sind schon eingegangen, ein tolles Zwischenergebnis nach nur einer Woche. Gebraucht werden insgesamt aber 16.000 Euro. Also: macht mit! Und macht auch andere auf diese Aktion aufmerksam!

Spendenkonto: ARCUS-Stiftung
Kontonr. 1 201 201
BLZ 370 205 00, Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort Dennis Reske

Facebook-Seite: facebook.com/wirhelfendennis (zugänglich auch für Nicht-Facebook-Mitglieder)

Diese Aktion wurde von der Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW ins Leben gerufen.

Ein Treppenlift für Dennis

Eine Aktion der Antigewalt-Koordination in NRW:

Pressemitteilung

„Wir helfen Dennis“
Unterstützungsaktion für Opfer schwulenfeindlicher Gewalt

Seit einem schwulenfeindlichen Überfall im Februar 2012 hat sich das Leben von Dennis Reske radikal verändert. Der 24-jährige Gelsenkirchener ist zu 80 Prozent schwerbehindert und kann seinen Beruf als Hundeausführer nicht mehr ausüben. Zu einem unlösbaren Problem ist der Weg in die eigene Wohnung geworden. Das Haus, in dem Dennis Reske im 2. Stock wohnt, hat keinen Aufzug. Die Spendenaktion „Wir helfen Dennis“ – eine Initiative der Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule – hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Problem zu lösen. Gesammelt wird für einen Treppenlift, benötigt werden dafür 16.000 Euro.

Auf der Bühne beim Essener Christopher Street Day erzählte Dennis Reske über seine Lebenssituation nach dem Überfall. Almut Dietrich, Landeskoordinatorin der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW, wurde schnell klar, dass es neben den vielen Alltagshürden ein Problem gibt, das über eine beherzte Solidaritätsaktion relativ leicht zu lösen wäre: Gelänge es 16.000 € für einen Treppenlift zusammenzubekommen, könnte Dennis Reske seine Wohnung im 2. Stock zukünftig wieder ohne extremen Kraftaufwand erreichen. „Für mich wäre das eine riesige Erleichterung, auch weil sich meine körperlichen Beschwerden mittlerweile auf den linken Arm ausgeweitet haben“, so Dennis Reske. Der Gelsenkirchener und sein Partner könnten dann die begrenzten Kräfte auf das wichtigste Ziel konzentrieren: die medizinische und therapeutische Behandlung der Überfallfolgen. Für den Verbleib in der Wohnung hatten sich Dennis und sein Partner entschieden, nachdem sie über den behindertengerechten Umbau des Bades einen langfristigen Mietvertrag erhalten haben.

Um den Treppenlift über Spenden finanzieren zu können, ruft die Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule im RUBICON in Köln unter dem Stichwort „Wir helfen Dennis“ zu einer Spendenaktion auf. Kooperationspartner der Spendenaktion ist die ARCUS-Stiftung, die das Spendenkonto zur Verfügung stellt. Alle Spenden sind dadurch voll steuerlich abzugsfähig. „Unser Ziel ist es, vor Weihnachten das Geld für einen Treppenlift an Dennis Reske zu übergeben“ so Almut Dietrich. Dazu wünscht sich die Initiatorin neben vielen Spenden vor allem auch Unterstützung bei der Verbreitung der Aktion. „Wenn die Spendenaktion über die sozialen Netzwerke, an Freunde, Bekannte und Kolleg_innen weitergegeben wird, dann sollte es uns gemeinsam gelingen 400 x 40 Euro für den Treppenlift zusammenzubekommen.“

Spendenkonto: ARCUS-Stiftung
Kontonr. 1 201 201
BLZ 370 205 00, Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort „Dennis Reske“.

Mehr Informationen: https://www.facebook.com/wirhelfendennis
Kontakt: Almut Dietrich, Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit  für Lesben und Schwule in NRW, Tel.: 0221 – 27 66 999-55,  kontakt@vielfalt-statt-gewalt.de, http://www.vielfalt-statt-gewalt.de

v.i.S.d.P. Dr. Beate Blatz, Geschäftsführung, Sozialwerk für Lesben und Schwule e.V., Rubensstraße 8-10, 50676 Köln, Tel.: 0221 – 27 66 999 – 39