Umfrage zu Diskriminierungen

Welche Formen von Diskriminierung erleben in Deutschland lebende Menschen und wie gehen sie damit um? Das möchte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes herausfinden und hat daher eine Umfrage gestartet, wie wir kürzlich angekündigt haben.

Bis zum 30. November kann man sich beteiligen. Das Ausfüllen dauert etwa zwanzig bis dreißig Minuten. Man kann Auskunft geben über Diskriminierungserfahrungen in den letzten 24 Monaten – selbst erlebte oder beobachtete. Zum Ausfüllen kann man zwischen mehreren Sprachen wählen (Deutsch, Deutsche – einfache Sprache, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Spanisch, Türkisch) oder sich in Gebärdensprache helfen lassen. Ich nehme an, damit ist deutsche Gebärdensprache gemeint. Die Sprachauswahl hat mich etwas erstaunt; es wäre doch bestimmt auch interessant zu erfahren, wie Menschen, die besser Arabisch oder Romanes als Deutsch sprechen, mit Benachteiligung umgehen. Ich habe eine entsprechende Mail geschrieben und bin auf die Antwort gespannt.

So oder so: Macht mit und weist auch andere auf diese Umfrage hin!

Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen

Diskriminierung in Deutschland

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes führt im Herbst eine Umfrage zum Thema Diskriminierung durch. Mitmachen können alle in Deutschland lebenden Menschen ab 14 Jahren.

Am 1. September geht es los, bis zum 30. November kann man eigene Erfahrungen oder Beobachtungen einbringen.

Das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung ist an der Durchführung beteiligt. Die Ergebnisse und sich daraus ergebende Handlungsempfehlungen werden 2016 dem Bundestag vorgelegt und natürlich auch veröffentlicht.

www.umfrage-diskriminierung.de

Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen

Häusliche Gewalt

Eine Studentin der Polizeihochschule in Kassel schreibt eine Bachelor-Arbeit zum Thema Häusliche Gewalt in gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Sie hat dazu einen Fragebogen entwickelt, der noch bis zum 16.8. ausgefüllt werden kann. Diesen Link gerne weitergeben!

https://www.soscisurvey.de/HomosexuelleHaeuslGewalt/

Wenn ihr Hilfe braucht, weil es in eurer Beziehung (oder nach dem Ende der Beziehung) zu Gewalt kam, zögert nicht, euch Hilfe zu holen! Das gilt nicht nur, wenn ihr Opfer geworden seid, sondern auch, wenn ihr selbst Gewalt ausgeübt habt. Außer dem SÜT ist das Rubicon sehr empfehlenswert. Telefonische Beratungszeiten sind montags bis donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr, die Nummer ist 0221-19446. Ihr könnt euch über eine verschlüsselte Verbindung auch erst mal online beraten lassen.

Wie ihr Kontakt mit dem SÜT aufnehmt, steht auf der Seite Kontakt.

Erste europäischen Online-Befragung zur Homophobie und Transphobie

Heute startet unter dem Titel „Europäische LSBT Studie“ die erste Online-Befragung der EU-Grundrechteagentur (FRA) zur Homophobie und Transphobie in den EU-Mitgliedsstaaten und dem Beitrittsland Kroatien. Die Homepage lautet http://lgbtsurvey.eu.

Je mehr Menschen sich an der Befragung beteiligen, desto aussagekräftiger und verlässlicher sind die Ergebnisse. Wir rufen alle Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LSBT) auf, sich an der Befragung zu beteiligen, sie bekannt zu machen und entsprechende Informationen an Freundinnen und Freunde sowie Bekannte weiterzuleiten!

Bald gehts los: Europäische LSBT-Umfrage

Außer gelegentlichen Berichten über Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen gibt es sehr wenig vergleichbare, EU-weit erhobene Daten über alltägliche Diskriminierungserfahrungen von LSBT-Personen. Als Reaktion auf diese Situation hat die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) die bislang erste EU-weite Online-Befragung in Auftrag gegeben, um sich einen genauen Überblick über die Lebenssituation und Erfahrungswelten von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen (18 Jahre oder älter) zu verschaffen. Diese Umfrage umfasst die 27 EU-Mitgliedsstaaten (darunter Deutschland) und Kroatien.

Da es sich hierbei um die erste EU-weite Umfrage dieser Art handelt, werden ihre Ergebnisse die Weiterentwicklung der Gleichbehandlungspolitik für LSBT-Menschen in der Europäischen Union unterstützen und dabei die Schwerpunkte für die kommenden Jahre festlegen. Auf der Grundlage dieser Untersuchungsergebnisse werden politische Entscheidungsträger sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene – ebenso wie Nichtregierungs- oder zivilgesellschaftliche Organisationen – ihre Strategien und Aktivitäten besser darauf ausrichten können, LSBT-Personen und ihre Gemeinschaften dabei zu unterstützen, dass diese frei von Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung bzw. Geschlechtsidentität leben können.

Die Umfrage ist absolut anonym (keine Daten der TeilnehmerInnen und ihrer Internet-Sitzungen werden in irgendeiner Form aufgezeichnet). Die Umfrage wird von Gallup durchgeführt, einem professionellen Umfrage- und Beratungsunternehmen.

Damit den Umfrageergebnissen entsprechendes Gewicht zukommen kann, ist die Teilnahme einer großen und vielfältigen Gruppe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen in jedem Land notwendig. Der Erfolg der Umfrage hängt davon ab, dass eine große Zielgruppe erreicht wird. Daher ist es sehr wichtig, dass TeilnehmerInnen den Fragebogen in ihrem LSBT-Freundeskreis weiterverbreiten, sei es per E-Mail, über soziale Netzwerke oder einfach durch eine persönliche Einladung an FreundInnen, sich doch ebenfalls an der Umfrage zu beteiligen.