Besser wohnen

Besser Wohnen: Wohnen ohne homophobe Attacken von Vermieter*innen oder Nachbar*innen – ein nicht erfüllter Wunsch unter anderem einiger unserer Anrufer / Mailschreiber im letzten Jahr (siehe Blogbeitrag Der Jahresbericht…).

Leider ist das Wohnumfeld in vielen Fällen keine Schutzzone für Menschen, die nicht der Heteronorm entsprechen. Das ist mitunter so für in Deutschland Geborene, in noch viel stärkerem Maß sind jedoch Flüchtlinge  betroffen. In den Medien ist in letzter Zeit viel darüber berichtet worden, dass geflüchtete Schwule und Transfrauen oft unter Gewalt innerhalb der Einrichtungen oder ungenügender Unterstützung durch Dolmetscher*innen zu leiden haben bzw. diesen Gefahren nur durch Verstellung entgehen können.

Vielerorts haben sich Initiativen gegründet, die speziell LGBTIQ-Flüchtlinge unterstützen, so auch in Köln. Die Gruppe nennt sich Rainbow Refugees Cologne und ist über die Internet-Seite https://rainbow-refugees.cologne/ erreichbar.

Wer etwas zu bieten hat, z.B. Wohnraum, kann sich über das Formular melden. Auch wenn man kein Zimmer für einen längeren Zeitraum zur Verfügung stellen kann, gibt es vielleicht die Möglichkeit, jemandem ein Zimmer für die eine oder andere Nacht zu bieten. Zum Treffpunkt baraka kommen Refugees teils von weither, die freuen sich, wenn sie nachts nicht wieder umständlich zurückreisen oder lange am Bahnhof warten müssen.

Die Initiative setzt sich für die dezentrale getrennte Unterbringung von LGBTIQ-Flüchtlingen ein und hat Unterstützer*innen in der Kölner Politik. Mit einer anderen Idee, nämlich der gemeinsamen Unterbringung unterschiedlicher besonders schutzbedürftiger Gruppen, hat sich nun der Ex-AfDler Torsten Ilg zu Wort gemeldet. So wie wir vom SÜT uns Ende letzten Jahres geärgert hatten, dass er uns mit seinen fremdenfeindlichen Thesen in Verbindung bringen wollte, verwahrt sich nun Rainbow Refugees Cologne dagegen, von ihm instrumentalisiert zu werden. Auf einen Artikel im Stadtanzeiger gab es prompt eine Stellungnahme, ähnlich distanzierend betitelt wie unser Blogbeitrag.

Ein ganz besonderes Thema ist die Unsichtbarkeit lesbischer Frauen unter den Refugees. Einige wenige finden den Weg in Beratungsstellen. Die meisten anderen versuchen vermutlich einfach zu überleben, zumindest so lange, bis sie sich hier sicher fühlen können. Die Initiative ist an diesem Thema dran. Wer Hinweise hat oder Betroffene kennt, kann sich gerne an die Initiative wenden, info@rainbow-refugees.cologne.

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Hilfe für LGBTIQ-Flüchtlinge in Köln und anderswo

Wer sich für die neu gegründete Initiative interessiert, die LGBTIQ-Flüchtlingen in Köln und Umgebung das Leben leichter machen will, kann sich hier informieren:

Facebook-Seite https://www.facebook.com/LGBTIQ-Refugees-Cologne-1654888444787574

Wiki https://www.lgbtiq-refugees.de/

Das nächste Treffen ist am Donnerstag, den 18. Februar, um 19 Uhr im Offenen Treff der Alten Feuerwache (Melchiorstr. 3, Nähe Ebertplatz).

Der LSVD veröffentlicht auf www.queer-refugees.de in mehreren Sprachen Informationen, Adressen, Hilfestellungen für geflüchtete Lesben, Schwule, Bi, Trans*. Sehr nützlich auch für Haupt- und Ehrenamtliche, die nicht so drin sind im Thema. Also gerne weitergeben an alle, die mit Flüchtlingen zu tun haben!

Mitmachen?

Hast du schon mal überlegt, bei einem Antigewalt-Projekt mitzumachen?

Das SÜT Köln berät, dokumentiert, tritt öffentlich gegen homo-/transphobe Gewalt und für vielfältige Lebensweisen auf, lernt immer wieder dazu, vernetzt sich mit spannenden Leuten und Projekten…

Irgendwo in diesem Tätigkeitsspektrum wartet vielleicht eine tolle Aufgabe auf dich.
Wenn du dir das vorstellen kannst, nimm einfach Kontakt zu uns auf.

Vielleicht sprichst du neben Deutsch eine oder mehrere weitere Sprachen fließend?

Das ist natürlich keine Bedingung. In der Beratungsarbeit ist es auf jeden Fall von Vorteil. Insbesondere Türkisch ist sehr gefragt.

Es gibt jedoch auch viele andere Möglichkeiten, bei uns aktiv zu werden, schau mal auf Mitmachen beim SÜT.

Wir freuen uns auf dich!

Ein Anfang

Für gestern Abend hatte der PRIDE Salon zu einer Veranstaltung mit dem Titel Kick off evening for LGBTI* refugees in den Räumen des Rom e.V. geladen. Etwa 80 Personen kamen zusammen, um gemeinsam zu überlegen, wie wir in Köln mehr für Geflüchtete tun können, die wegen ihrer Homo-/Transsexualität bzw. nicht gender-eindeutigem Äußeren, wegen nicht lückenlos behandelter HIV-Infektion und ähnlichem während des Asyl-Prozesses besonderen Gefährdungen ausgesetzt sind.

In der ersten Stunde erzählten Betroffene und Helfende von ihren Erfahrungen. In der zweiten Stunde wurde das Rad in „Klein“-Gruppen weitergedreht: konkrete Hilfsangebote, Schaffung von Strukturen, politische Forderungen. Da kam einiges zusammen! Und es stellte sich heraus, dass es jetzt schon jede Menge Ansätze gibt, die im Kleinen einiges bewirken und nun wachsen und sich vernetzen können. Die private Konstantin-Stiftung unterstützt z.B. das Projekt baraka, ein Freitagabend-Treff in den Räumen des Rubicon für LGBTI-Migrant*innen.

Natürlich ging eine E-Mail-Liste rum, in die man sich eintragen konnte, um weiter informiert zu werden. Wer nicht dabei war, in Zukunft aber gerne mitmachen würde, kann sich auch bei uns melden, wir vermitteln weiter. Als Betreff wählt ihr am besten eine der folgenden drei Zeilen:

  • Refugees: Hilfsangebot
  • Refugees: Strukturen
  • Refugees: Politik 

Als Hilfsangebote sind besonders gefragt:

  • Dolmetsch-Dienste in Arabisch und Farsi, ebenso in auf dem Balkan gesprochenen Sprachen
  • Deutsch-Unterricht (möglichst mit entsprechender Qualifikation, aktuell gibt es im Rubicon eine noch nicht besetzte Stelle)
  • Wohnraum-Angebote
  • Begleitung zu Behörden etc. 

(Wer Kleidung oder sonstiges spenden möchte, wendet sich bitte an Hilfswerke wie das Deutsche Rote Kreuz und Willkommens-Initiativen.)

Die Initiative Flüchtlinge Willkommen, die WG-Zimmer an Geflüchtete vermittelt, war durch die Kölner Ansprechpartnerin vertreten. Sie steht bei allen Fragen zum Thema geteilter Wohnraum gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen findet ihr in unserem Post Flüchtlinge unterstützen

Flüchtlinge unterstützen

Wer Flüchtlingen in Köln helfen will, findet Adressen und Anregungen auf den Seiten der Stadt Köln und bei den Willkommens-Initiativen in den einzelnen Stadtteilen:

www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/koeln-hilft-fluechtlingen
wiku-koeln.de

Die Initiative Flüchtlinge Willkommen vermittelt WG-Zimmer an Geflüchtete. Wer insbesondere Lesben, Schwulen, Trans* auf diese Weise zu Wohnraum verhelfen will, kann das gerne angeben. Auch wenn viele Menschen geflohen sind, weil sie sich in ihrer Heimat als Lesbe, Schwule oder Trans* bedroht fühlten, kann es schwierig werden, eine solche Mitbewohner*in zu finden (weil sie sich nicht unbedingt outen), aber probieren kann man es auf jeden Fall.

www.fluechtlinge-willkommen.de

Wer Geld spenden will: Der LSVD hat zwei spannende Projekte auf die Beine gestellt. Das eine sind Sprachkurse speziell für LGBTI-Flüchtlinge (in Berlin), das andere eine Beratungsstelle für LGBTI-Flüchtlinge (in Chemnitz).

berlin.lsvd.de/neuigkeiten/unterstuetzung-von-homosexuellen-und-transgeschlechtlichen-fluechtlingen/
Kontoinhaber: LSVD Berlin-Brandenburg e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE46100205000003350000
BIC: BFSWDE33BER
Zweck: Spende MILES-Akademie

fb.com/groups/120391144650879/permalink/974258315930820
Kontoinhaber: LSVD Sachsen e.V.
Sparkasse Chemnitz
IBAN: 7087050000710041489
Zweck: Beratungszentrum Chemnitz

In Köln gibts den Verein HAMIAM e.V. (Helping A Minority In A Minority), der sich sehr engagiert für verfolgte und geflüchtete Lesben, Schwule, Trans* aus Afrika einsetzt.
www.hamiam.de
Kontoinhaber: HAMIAM
Postbank
IBAN: DE67 4401 0046 0073 4084 69
BIC: PBNKDEFF

Nützliche Adressen

Neben dem SÜT gibt es viele weitere Beratungsangebote und Projekte für ein Leben ohne Gewalt und Diskriminierung.

Wichtige Anlaufstellen in Köln:

Aidshilfe Köln
Schwerpunkt sexuell übertragbare Infektionen
www.aidshilfe-koeln.de
Tel.: 0221 – 20 20 30
Email: info[at]aidshilfe-koeln.de

Antidiskriminierungsbüro Köln
Schwerpunkt Mehrfachdiskriminierung
www.oegg.de
Tel.: 0221 – 96 47 63 00
Email: info[at]oegg.de

anyway
Jugendzentrum für Lesben, Schwule, Trans* und Freund*innen in Köln
www.anyway-koeln.de
Schwul-lesbisches Jugendzentrum in Köln
Tel.: 0221 – 57 777-60
Email: info[at]anyway-koeln.de

baraka
Treffpunkt für LGBTIQ aus aller Welt (Freitag Abend im Rubicon)
www.baraka-online.info
Email: info[at]baraka-online.info

LSVD Köln
Kölner Ortsverband des Lesben- und Schwulenverband in Deutschland
www.koeln.lsvd.de
Email: koeln[at]lsvd.de

Notruf und Beratung für Frauen
Schwerpunkt Sexualisierte Gewalt gegen Frauen
www.notruf-koeln.de
Tel.: 0221 – 56 20 35
Email: mailbox[at]notruf-koeln.de

RUBICON
Beratungszentrum für LGBTIQ (Lesben, Schwule, Bi, Trans*, Inter*, Queer)
www.rubicon-koeln.de
Tel.: 0221 – 27 66 999-0
Email: info[at]rubicon-koeln.de

TX Köln
Selbsthilfegruppe für Trans*
www.txkoeln.de
Email: hallo2015[at]txkoeln.de

auf Landesebene (Nordrhein-Westfalen):

Frauenberatungsstelle Düsseldorf
Vielfältiges Beratungsangebot für Frauen, spezielles Angebot für Lesben
www.frauenberatungsstelle.de
Tel.: 0211 – 68 68 54
Email: info[at]frauenberatungsstelle.de

Landeskoordination der Antigewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW
www.vielfalt-statt-gewalt.de
Tel.: 0221 – 27 66 999-55
Email: aleksej.urev[at]rubicon-koeln.de

schLAu NRW
Netzwerk der schwul-lesbisch-bi-trans* Aufklärungsprojekte in NRW
www.schlau-nrw.de
Tel.: 0221 – 257 28 49
Email: info[at]schlau-nrw.de

Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie
Antidiskriminierungsprojekt für Schulen
www.schule-der-vielfalt.de
Email: kontakt[at]schule-der-vielfalt.de

bundesweit:

Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Beratung und Informationen zum Allgemeinen Gleichstellungsgesetz („Antidiskriminierungsgesetz“)
www.antidiskriminierungsstelle.de
Tel.: 030 – 18 555-1855
Email: poststelle[at]adsbund.de

LSVD (Lesben- und Schwulenverband in Deutschland)
Interessenvertretung für LGBTIQ (Lesben, Schwule, Bi, Trans*, Inter*, Queer)
www.lsvd.de
Tel.: 0221 – 925961-0
Email: lsvd[at]lsvd.de

Weißer Ring
Interessenvertretung von Kriminalitätsopfern
www.weisser-ring.de
Tel.: 06131 – 83 03-0
Email: info[at]weisser-ring.de

Gewalt beim Jerusalemer CSD

Gestern fand der CSD in Jerusalem statt. Da ultraorthodoxe Gruppen sich vehement gegen diese Veranstaltung zur Wehr setzen, wurde die Route bewusst kurz gehalten und führte an keinem religiösen Zentrum vorbei. Mehrere hundert Polizist*innen und freiwillige Helfer*innen waren zum Schutz der Teilnehmenden im Einsatz. Dennoch gelang es einem 40-jährigen Ultraorthodoxen, sechs Parade-Teilnehmer*innen niederzustechen, zwei von ihnen wurden schwer verletzt. Der Mann war erst vor drei Wochen aus dem Gefängnis entlassen worden – 2005 hatte er schon einmal einen Jerusalemer CSD gewalttätig angegriffen und war zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Die Bestürzung in Israel und weltweit ist groß. Der LSVD schickt 1000 Euro Direkthilfe an die LGBTIQ-Organisation Jerusalem Open House, die den CSD ausrichtet.

Über diese Bankverbindung kann man spenden:

Kontoinhaber: Hoeck-Stiftung
IBAN: DE97 1705 2000 0940 0360 96
BIC-/SWIFT-Code: WELADED1GZE
Verwendungszweck: Soforthilfe Jerusalem

Für die Spendenbestätigung wird eine Adresse auf der Überweisung benötigt.

Nachtrag 3. August 2015: Eins der schwer verletzten Opfer, die 16-jährige Shira Banki, ist in der Zwischenzeit gestorben. Das andere befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Mitmachen beim SÜT

Der Schwerpunkt des SÜT Köln ist die Beratung von Menschen, die Gewalt oder Diskriminierung erfahren haben. Meistens weil jemand was gegen deren Homo- oder Transsexualität hatte. Aber es gibt auch andere Fälle, z.B. Probleme mit der (Ex-)Partner*in.

Daneben betreiben wir Öffentlichkeitsarbeit. Wir wollen ja auch aufklären und auf Gefahrenlagen und bestehende Ungerechtigkeiten hinweisen.

Auch Vernetzung ist sehr wichtig. Das SÜT ist eine kleine Einrichtung, aber mit einem speziellen Profil (Antigewalt-Arbeit im LGBTI-Bereich). Zusammen mit anderen können wir viel bewegen.

Wir sind immer interessiert an Leuten, die

  • gerne ehrenamtlich mit anderen arbeiten
  • Verantwortung übernehmen und bereit zur Reflexion sind
  • gut mit anderen Menschen sprechen können
  • gern schreiben oder telefonieren
  • grafisch was drauf haben
  • sich in sozialen Netzwerken auskennen
  • viele engagierte Leute kennen bzw. kennen lernen möchten
  • denen es Spaß macht, neue Konzepte entwickeln

Wenn mehrere dieser Punkte auf dich zutreffen und du Lust hast, dich ein paar Stunden in der Woche oder im Monat für LGBTI einzusetzen, dann schreib uns eine Mail an beratung@koeln19228.de. Wir melden uns dann bei dir und sagen jetzt schon danke!

Ich will’s wissen

Neben dem SÜT gibt es in Köln vielfältige weitere Beratungsangebote. Zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen könnt ihr euch vertrauensvoll an diese wenden. Sie sind teils in der LGBTI-Community „beheimatet“ und helfen mit professionellem Rat und manchmal auch eigenen Erfahrungen.
Hier ein paar Adressen und Telefonnummern (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Antidiskriminierungsbüro Köln
Schwerpunkt Mehrfachdiskriminierung
oegg.de
Tel.: 0221 – 96 47 63 00
Email: info[at]oegg.de

Aidshilfe Köln
Schwerpunkt sexuell übertragbare Infektionen
aidshilfe-koeln.de
Tel.: 0221 – 19 411
Email: Beratung[at]Aidshilfe-Koeln.de

Notruf und Beratung für Frauen
Schwerpunkt sexualisierte Gewalt gegen Frauen
notruf-koeln.de
Tel.: 0221 – 56 20 35
Email: mailbox[at]notruf-koeln.de

RUBICON
Beratungszentrum für LGBTIQ
rubicon-koeln.de
Tel.: 0221 – 19 446

Weitere Adressen findet ihr in dieser Auflistung.

Feiern

Am Wochenende vor dem CSD in Köln: Der Abend hat begonnen am Rudolfplatz. In dichten Trauben stehen Leute vor der Stadtsparkasse und feiern. Zwei Männer, Mitte Zwanzig, sehen einander kurz in die Augen. Da steht der kräftigere von ihnen schon vor dem anderen, greift nach ihm, würgt ihn. Lässt dann los. Der Angegriffene versucht Hilfe zu holen, erst bei der Polizei, die aber anscheinend Wichtigeres zu tun hat, dann bei den Umstehenden. Der (ihm unbekannte) Angreifer streicht immer noch um ihn herum, hindert ihn daran, einfach wegzugehen, berührt ihn. Für die Angesprochenen mag es nach einer erotischen Inszenierung aussehen; für den Mann, der auf seine Bitte, ihm zur Seite zu stehen, nur gleichgültige oder abweisende Blicke erhält, wird die Situation mit jeder Sekunde unerträglicher.

Es ist nichts Schlimmeres passiert an diesem Abend. Was bleibt, ist der Schock, auf offener Straße angegriffen worden zu sein, sich dem Tod nahe gefühlt zu haben. Angst vor einem Täter, der nicht die Flucht ergreift, sondern sein Opfer unbehelligt weiter bedrohen kann. Der Verlust einer Art Urvertrauen: Menschen, die um Hilfe gebeten worden sind, haben sich nicht gerührt oder sogar weggeschaut.

Wir ärgern uns wieder und wieder über homophobe Pöbeleien auf der Straße. Wir sind entsetzt, wenn wir lesen, dass jemand zusammengeschlagen wurde, weil man ihn für schwul hielt. Wir spenden an Organisationen, die Lesben und Schwule in Ländern mit homosexuellenfeindlicher Gesetzgebung schützen und unterstützen. Und in der Pride-Saison wollen wir auch mal einfach feiern.

Ja, lasst uns feiern. Aber ohne zu vergessen, dass an diesen wie an allen anderen Tagen im Jahr der Mensch neben uns Hilfe brauchen könnte. Gegen Gewalt oder eine andere Art der Bedrohung. Vielleicht genau von uns und ganz unmittelbar.